Zehntklässler gewinnen 600 Euro beim Startup-Wettbewerb

Beim Landesfinale von „Ideen machen Schule“  überzeugten Fabian Baumer, Felix Hüttner und Christoph Lösch vom Team SmartSchool am Donnerstag mit ihrem Geschäftskonzept für eine vernetzte Schule.

Ganz im Digitalisierungstrend hatten sie die Idee des vernetzten SmartHomes für Schulen weiterentwickelt: Sind die Fenster auf? Die Heizung schaltet sofort ab. Wer muss die Tafel wischen? Die Schüler werden automatisch informiert. Der Beamer ist ausgefallen? Der Hausmeister wird umgehend darauf hingewiesen. Gibt es einen Feueralarm? Das System sagt, was zu tun ist. Dies sind nur einige Beispiele, wie das von den Schülern erdachte System den Schulalltag verbessern könnte.

Eine gute Geschäftsidee reicht aber noch lange nicht, um ein erfolgreiches Unternehmen zu gründen, denn wie stellt man so etwas her? Und was wird es kosten, wer wird es kaufen? Wie macht man sich bekannt und gibt es Konkurrenzprodukte? Woher kommt das notwendige Kapital? Wer führt die Geschäfte und haftet? Ein halbes Jahr lang hatten die Zehntklässler im WR-Unterricht gearbeitet, um

ein rundum überzeugendes Unternehmenskonzept auf die Beine zu stellen.

Nachdem sie die Fachjury des Gründer-Wettbewerbs in Neumarkt bereits „vollkommen überzeugt“ und  damit den Regionalentscheid souverän gewonnen hatten, präsentierten die Schüler ihr Geschäftsmodell nun am Donnerstag beim Landesfinale im Schloss Mariakirchen, wo ihnen auch Kultusminister Bernd Sibler zu ihren herausragenden Leistungen gratulierte.

Beeindruckt zeigte sich die Jury aus Gründungsberatern und Finanzexperten nicht nur von der gelungenen Geschäftsidee, sondern auch von der durchdachten Wachstumsstrategie vom Produkt hin zur Dienstleistung und der insgesamt sehr fundierten Sachkenntnis, die sich insbesondere auch bei den gezielten Nachfragen der Juroren zeigte. Leider wurde den Schülern ausgerechnet diese zum Verhängnis, da ihre Präsentation den vorgegebenen Zeitrahmen von acht Minuten um etwa 30 Sekunden überschritten hatte. Für Ihre Leistung erhielt die von OStR Traub betreute Gruppe schlussendlich den zweiten Platz im Planspielwettbewerb und durfte sich über Preisgelder von insgesamt 600 Euro freuen. Darüber hinaus wurden sie als einziges Team eingeladen, ihr Konzept mit Unterstützung des digitalen Gründerzentrums Deggendorf in Richtung einer tatsächlichen Unternehmensgründung weiter zu entwickeln.