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Jens Schlatmann beim EconomyCamp 2018

Von Donnerstag, den 10. Mai, bis Sonntag, den 13. Mai, durfte ich am EconomyCamp 2018 teilnehmen. Dieses ist eine seit 2015 jährlich ausgetragene Veranstaltung der Joachim-Herz-Stiftung und findet im ABC-Bildungszentrum in der Nähe von Hamburg statt. Von den diesjährig insgesamt 60 Teilnehmer kamen 30 aus Amerika und die andere Hälfte aus ganz Deutschland.

Bilder und Filme von einem EconomyCamp

Nachdem wir uns alle am Donnerstagabend schon ein bisschen kennenlernen konnten, begann der Freitag nach dem Frühstück mit der sog. Sessionplanung. Das bedeutet, dass die Teilnehmer selbst Themen vorschlagen und im Plenum vorstellen konnten, die dann – je nach Interessentenzahl – in größeren oder kleineren Räumen behandelt wurden.
Insgesamt sind über 30 verschiedene Themen besprochen worden, die unterschiedlicher nicht hätten sein können: Vom Brexit über ein bedingungsloses Grundeinkommen bis hin zur Waffengewalt in den USA war alles dabei. Als besonders interessant dürfen die Ansichten und Meinungen der amerikanischen Teilnehmer bei Dingen gewertet werden, die sie selbst oder die amerikanische Politik direkt betreffen.
Eines der Themen, welches ich besonders diskutierenswert fand und somit auch vorschlug, waren die aktuell diskutierten Einfuhrzölle auf beispielsweise Stahl oder alkoholische Getränke. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass Zölle und ein möglicher „Handelskrieg“ keine gute Lösung für einen eigentlich nicht schlechten Hintergedanken – die Stärkung der amerikanischen Wirtschaft - sind. Auch sahen viele Amerikaner die Gefahr, dass dadurch zwar Jobs in der Stahlindustrie gestärkt, aber auch Jobs in beispielsweise der Whiskyindustrie gefährdet werden.
Der Brexit wurde ebenfalls intensiv diskutiert. Das Fehlen eines leistungs- und finanzstarken Landes wie dem Vereinigten Königreich könnte zu Problemen während und nach der Übergangsphase, also ab 2019, führen. Nichtsdestoweniger sahen die meisten Beteiligten das Ausscheiden eher als eine Chance für die dringend nötige Reformierung der EU.
Alle Diskussionen wurden sehr hitzig und kontrovers geführt, da jeder etwas zu den Themen beitragen wollte. Der Verlauf der Sessions ist selbstständig von den jeweiligen Teilnehmern protokolliert worden – online mit modernsten Medien versteht sich.

Während der Mittagspause sowie an den Abenden gab es ein abwechslungsreiches Angebot an Freizeitaktivitäten, wie beispielsweise Billard und Tischtennis, aber auch Volleyball oder eine Runde Joggen.
Nach zwei weiteren Sessions war der formelle Teil des Freitags schon beendet. Abgerundet wurde der Tag mit Würstchen und Steaks vom Grill und einem anschließenden Lagerfeuer.

Nach der Sessionplanung und einer kurzen Feedbackrunde zum Vortag gab es am Samstag zunächst eine große Diskussionsrunde mit zwei Wirtschaftsexperten, in der offene Fragen bzw. Denkanstöße vom Freitag besprochen wurden. Besonders interessant war deren Haltung zur Zukunft der EU und zum Zweck der US-Einfuhrzölle: Trump möchte sich wohl eher als „Dealmaker“ präsentieren als einen tatsächlichen Konflikt auslösen. Anschließend konnten noch zwei weitere Sessions stattfinden.

Das Highlight der Veranstaltung war ein Ausflug nach Hamburg. Nach dem Mittagessen und einer Runde Billard fuhren wir mit dem Bus zum Bootsableger, wo ein Schiff auf uns wartete. Bei strahlendem Sonnenschein, wenig Wind und einem kühlen Getränk ging es die Elbe hinauf nach Hamburg. Die Bootstour endete an den Landungsbrücken. Dort hatten wir drei Stunden lang Freizeit, die ich nutzte und mir mit einer kleinen Gruppe die Speicherstadt und die fertige Elbphilharmonie anzusehen.
Auch während des Abendessens, das im Restaurant des bekannten deutschen Schauspielers Till Schwieger stattfand, wurde weiter heftig über verschiedenste Themen, wie beispielsweise die Probleme des deutschen Schulsystems und des damit verbundenen Föderalismus in Deutschland, diskutiert.

Abschließend kann ich nur sagen, dass das EconomyCamp für mich ein großer Erfolg war und ich es jedem nur empfehlen kann, sich dort zu bewerben. Diese Veranstaltung ist eine tolle Möglichkeit sich über Themen aus Wirtschaft und Politik auszutauschen und dabei noch neue Leute und deren Kultur kennenzulernen.

Zum Schluss möchte ich mich noch bei der Fachschaft Wirtschaft und Rcht bedanken, dass sie mich auf das EconomyCamp aufmerksam gemacht hat. Mein Dank gilt auch dem Direktorat, dass es mir trotz Klausur ermöglicht wurde, dorthin zu fahren.

Jens Schlatmann, Q11

Wer sich auch bewerben möchte:
https://www.joachim-herz-stiftung.de/was-wir-tun/wirtschaft-verstehen-gestalten/entdecke-wirtschaft/economycamp/