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Erasmus+ Projekt VOYE Projekttreffen in Falticeni/Rumänien - eine Reise in ein Land im Aufbruch

Sozialkunde ist ein Fach, das nicht unbedingt zu den Lieblingsfächern vieler Schüler zählt. Allgemein gilt es als extrem wichtiges Fach - erzieht es doch zur staatsbürgerlichen Selbstständigkeit. Den Schülern ist es allerdings häufig zu theoretisch. Um dies ein wenig zu ändern, schloss sich das GMG vor drei Jahren mit sechs weiteren europäischen Schulen zusammen und begann das Erasmus+-Projekt "The Voice of Young Europe".

Ziel des Projektes ist es, Wege zu finden, den Schülern die Inhalte, die im Fach Sozialkunde vermittelt werden, in der Praxis näher zu bringen. Ein Mittel dazu ist die Debatte in unserer Projektsprache Englisch, die ein immer wiederkehrender Bestandteil all unserer Projekttreffen ist, und die wir am GMG mit Hilfe der Teilnehmer eines P-Seminars einübten. Des Weiteren besuchten wir unter anderem das Wirtschaftsministerium und debattierten dort mit einem Abgeordneten über die europäische Wirtschaftspolitik. Auch wurden wir im Dezember 2017 von den vier Landtagsabgeordneten unserer Region besucht - als Teil der Simulation "Der Landtag sind wir".

Neben den Aktivitäten am GMG reist zusätzlich eine Abordnung des GMG zwei Mal pro Schuljahr zu unseren Partnerschulen, um vor Ort mit Schülern der anderen Partnerschulen über aktuelle Probleme der EU zu debattieren.

Dieses Mal ging es nach Rumänien - nicht gerade ein klassisches Urlaubsland - was den Aufenthalt dort für die zehn mitgereisten GMG-Schülerinnen umso interessanter machte. Die Gastfreundschaft empfanden alle als sensationell und auch das kulturelle Begleitprogramm war außergewöhnlich. Ein Tag führte uns in die Region Bucovina, in der es zahlreiche Klöster gibt. Viele davon stehen auf der UNESCO-Weltkulturerbe-Liste - ein sehr spiritueller Ausflug. Darüber hinaus hatten wir Gelegenheit, mit dem Rektor der Universität von Suceava über die Zukunftschancen junger Rumänen zu diskutieren - eine Diskussion, die vielen bestimmt lange in Erinnerung bleibt.

Fazit: Seit das Projekt vor drei Jahren begann, liegen hinter uns viel Arbeit, aufregende Reisen, sehr viele Erfahrungen und Momente, die wir nicht missen möchten, sowie unbeschreibliche Eindrücke und ganz, ganz viele neue Freundschaften. Das Projekt endet im Mai mit einer Reise in die Niederlande, währenddessen wir nach Brüssel fahren werden, um den Abgeordneten dort als ein Ergebnis unseres Projektes ein Video, das unsere Projektarbeit zusammenfasst, zu überreichen.

Stimmen / Meinungen der mitgereisten Schülerinnen:

Marie: Vor zwei Jahren nahm ich das erste Mal an einem Erasmus-Projekt teil und zwar nach Norwegen. Das hat mir so gut gefallen, dass ich mich gleich nochmal angemeldet habe. Dieses Mal ging es nach Rumänien und auch dieses Mal hat es mir total gut gefallen. Meine norwegische Austauschpartnerin Petra hat mich übrigens letzte Sommerferien besucht und ich besuche sie bestimmt auch mal wieder. Wir verstehen uns total gut und auch die rumänische Austauschpartnerin ist sehr nett.

Sophie: Unsere Woche in Rumänien war sehr lehrreich, dadurch dass wir viele unterschiedliche Aktivitäten unternommen haben. Am spannendsten war der Dienstag für uns. Zuerst waren wir an einer Universität, anschließend im Planetarium und dann noch auf einer Burg, was sehr aufschlussreich war. Zusammen mit den Aktivitäten der anderen Tage haben wir dank der abwechlungsreichen Planung sehr viele spannende Erfahrungen gesammelt.

Meret: „Du gehörst für diese Woche mit zur Familie, also fühle dich wie zu Hause!” - Das waren die ersten Worte meiner Gastfamilie und ich finde das sagt schon sehr viel über die Menschen in Rumänien aus. Sie sind trotz der eher ärmlichen Verhältnisse sehr darauf bedacht, dass man sich wohl fühlt. Ich würde jedem Schüler das Erasmus+-Projekt empfehlen, da man selten die Möglichkeit bekommt, die Kultur und die Menschen eines Landes so gut kennen zu lernen.

Tamara: Mit der Reise nach Rumänien im Rahmen des Erasmus+-Projektes „The Voice of Young Europe” hatte ich bereits das zweite Mal die Möglichkeit, an einer so wunderbaren horizonterweiternden Unternehmung teilzunehmen. Einer der größten Vorteile dieses Programms ist auf jeden Fall, dass nicht nur der Kontakt und Austausch mit einem einzigen, sondern beispielweise mit fünf anderen Ländern erfolgt. Dies eröffnet eine ganz andere Bandbreite an Möglichkeiten und Erfahrungen als bei einem normalen Austausch. Glücklicherweise bietet das GMG sogar mehrere dieser Erasmus+-Projekte an (ich war mit dem FACE-Projekt bereits in Frankreich und nun mit dem VOYE-Projekt in Rumänien). Durch die Teilnahme an einer dieser Reisen bekommt man ganz neue Eindrücke von Europa und den verschiedenen Kulturen.

Thao: Als ich nach Rumänien geflogen bin, wusste ich nicht wie ich mich gegenüber den Rumänen verhalten sollte. Ihre Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft haben es mir dann aber sehr leicht gemacht, mich rasch einzugewöhnen. Ich lernte rasch Familie und Freunde meiner Austauschpartnerin kennen. In dieser kurzen Woche sind mir die Leute sehr ans Herz gewachsen, was die Verabschiedung nicht sehr leicht machte.

Lucia: Wie der Staat, unsere Wirtschaft und die Politik innerhalb der Europäischen Union funktionieren, lernt man im Fach Sozialkunde in der zehnten Klasse eigentlich nur aus Büchern. Doch dank des Erasmus+-Projektes stehen meinen Klassenkameraden und mir Reise- und Erfahrungsmöglichkeiten, wie ein einwöchiger Besuch in Falticeni/Rumänien zur Verfügung, die ich niemals missen möchte. Die Vorträge und Workshops über die Europäische Union spiegelten nicht nur unser theoretisches, bereits erlerntes, Wissen wider, sondern sie forderten eine praktische Anwendung unserer Kenntnisse in Form von Debatten. So erhielten wir realistische Einblicke in unsere soziale und politische Struktur. Einblicke, welche man im Klassenzimmer auf solch eine Art und Weise nicht bekommt.

Alexandra: Ich persönlich habe durch die Erasmus+-Projekte bereits zwei Länder kennengelernt: Norwegen und nun auch Rumänien. In beiden Ländern habe ich unvergessliche Erinnerungen zusammen mit tollen Menschen gesammelt und würde dieses Projekt jedem empfehlen, der offen für neues ist. Dieses Projekt ist nämlich besonders interessant, da sich die Themen um die Zukunft Europas und der jungen Menschen Europas drehen. Durch verschiedene Workshops und Vorträge wurden uns in dieser Woche u.a. die Vor- und Nachteile der Europäischen Union und die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten näher gebracht.

Sarah: Ich habe seit einem Jahr Sozialkunde. In diesem Fach wird hauptsächlich Wert auf Theorie gelegt. Ich finde aber, dass man die Theorie dieses Fachs selber miterleben sollte, um den Sinn und die Funktion von Politik vollkommen zu verstehen. Durch die Simulation "Der Landtag sind wir" hatten wir Zehntklässler die Möglichkeit die Arbeit des Landtages selbst zu erleben. Auch das Projekt „The Voice of Young Europe”, bei dem sich Jugendliche abwechselnd in europäischen Ländern treffen, trägt durch die anregenden Debatten zu verschiedenen Themen rund um die EU dazu bei. Dadurch konnten wir ganz viele Erfahrungen sammeln und für uns selber die Wichtigkeit der EU erkennen, da wir aktiv mitwirken konnten. Mit diesem praktischen Teil können die Jugendlichen Sozialkunde besser verstehen. Meiner Meinung nach ist es ein tolles Projekt.

Lea: An den meisten Tagen standen Workshops und Debatten über die Meinungen der Schüler zu den Werten bzw. Vorteilen und Nachteilen der EU auf dem Programm. Am Mittwoch trafen wir uns um verschiedene Klöster, die Teil des Unesco-Weltkulturerbes sind, zu besichtigen. Insgesamt kann ich am Ende unserer Reise sagen, dass es sehr interessant war, die rumänische Kultur und die herzlichen Bewohner näher kennen zu lernen.

Laura: Während meines Aufenthalts in Rumänien stand unter anderem auch der Besuch von zwei Klöstern auf dem Programm. Zuerst war ich nicht wirklich begeistert, da ich das ja auch in Deutschland machen kann. Aber als wir dann vor Ort waren, änderte sich meine Meinung schlagartig, denn das Gebäude war von oben bis unten mit Gleichnissen aus der Bibel bemalt und obwohl diese nie nachgemalt wurden, sind sie immer noch vollständig erhalten. Echt beeindruckend.