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Tiefschürfend: Die 5. Klassen bei der Kontinentalen Tiefbohrung

Robuste Kleidung, ein Stift, eine Brotzeit und ein faustgroßer Stein, so lautete die vorgeschriebene Ausstattung für die Fünftklässler auf dem Weg zum Geozentrum an der KTB in Windischeschenbach. Rund vier Stunden lang erforschten sie dort, wie geologische Prozesse funktionieren und woher man dies weiß. Hatten sie im Geographieunterricht vorab erfahren, dass die Alpen als Folge der Kollision der Europäischen und der Afrikanischen Platte entstanden, so befanden sie sich nun genau im Grenzbereich dieses Zusammenstoßes, der durch die Tiefbohrung untersucht wurde. 

Dabei lernten sie nicht nur die technische Seite mit ihren verschiedenen (Diamant-)Bohrköpfen, meterlangen Steinproben und der speziell entwickelten thixotropen Bohrspülung (verhält sich wie Ketchup!) kennen. Auf dem Erdbebenmonitor konnten sie auch die europa- und weltweit praktisch dauernd auftretenden Erdbeben fast in Echtzeit verfolgen oder sich von den verschiedenen Rüttelmustern verschiedener Erdbeben auf dem Bebensimulator durchschütteln lassen. 

Highlight war aber natürlich, die mitgebrachten Gesteine zu analysieren: Mit Hämmern, Eisennägeln und Salzsäure wurden die Mineralien zerlegt und mit Hilfe von Mikroskop, Waage, Überlaufbecher und Oberflächenbetastungen näher bestimmt. Begeisterung rief unter anderem eine Pyritprobe hervor, bei der es sich enttäuschenderweise nicht um echtes Gold, sondern lediglich um "Katzengold" handelte. Am Ende der fast schon wissenschaftlichen Untersuchung konnten fast alle Schüler ihr Gestein richtig bestimmen. Schwierigkeiten bereitete vor allem ein Achat, der sich anhand des Bestimmungsschemas nicht wirklich einordnen ließ, zur Entschädigung dafür aber mit einem besonders schönen Muster gefiel.